Böllerwetter 2017/2018

28.12.2017 – 18:32 MEZ

Die Sturmgefahr ist in den nächsten Tagen und Wochen recht groß; das ist mittlerweile bekannt. Doch uns liegen noch zwei Feiertage bevor, an denen ein Großteil der Bevölkerung im Freien feiert: Silvester und Neujahr. Wie sieht es zum Jahreswechsel aus; müssen wir mit Sturm rechnen und das Feuerwerk im Karton lassen?

Viele sorgen sich bereits um den Jahreswechsel, denn auch einige Nachrichtenportale berichten bereits über die stürmische Phase und eine mögliche Sturmlage an Silvester und Neujahr. Doch hierbei könnten wir ziemlich Glück haben, zumindest in Sachen Wind.

An Silvester liegt Deutschland weiterhin direkt im Kreuzfeuer der Tiefdruckgebiete. Dies ist nicht gerade vorteilhaft, wenn man im Freien ein Feuerwerk zünden will. Schaut man aber auf die Mitternacht des Jahreswechsels, sieht es, was Wind angeht, gar nicht so schlimm aus. Lediglich ein kleines Randtief, dessen Zugbahn noch nicht genau bestimmt werden kann, könnte einigen Bergen kurzzeitig Böen im Sturmbereich bringen. Das größere Problem wird aber wohl eher eine herannahende Kaltfront sein. Diese bringt wohl möglich der gesamten Nordwesthälfte Deutschlands um Mitternacht herum schauerartige Niederschläge. Teilweise kann es dabei auch stärker regnen, vereinzelt sind Graupelschauer möglich. Allerdings gibt es auch hierbei noch Unsicherheiten. Das deutsche Wettermodell "ICON" berechnet die Kaltfront beispielsweise deutlich vor dem Jahreswechsel.

Vorsichtig sollten nüchterne Autofahrer der frühen Stunden im Bergland sein. Hinter der Kaltfront fließt bis zum frühen Morgen des Neujahrestages deutlich kühlere Luft nach Deutschland, weswegen oberhalb 400 bis 500 m mit Schneeschauern gerechnet werden muss. Hierbei kann es durchaus auch geringe Neuschneemengen geben.