Die Fakten zur Hitze und den Unwettern

Die Fakten zur Hitze und den Unwettern

16.07.2017 – 19:08 MESZ

 

Eine weitere markante Hitzewelle steht kurz vor den Toren Mitteleuropas. Auch die erwarteten Gewittertiefs ab Dienstag sind nicht mehr allzu weit weg. Das sind die Fakten zur Hitzewelle und der Unwetterlage in Form von Gewittern: …

 

Am Montag, dem 17. Juli, ist Deutschland noch zweigeteilt. In der Südhälfte darf man sich bereits über Höchstwerte zwischen 24 und 30 °C freuen, während es in der Nordhälfte mit 19 bis 23 °C kühler bleibt. Zwischen den beiden Luftmassen – also in der Mitte Deutschlands – bilden sich am Nachmittag und Abend ganz lokal kräftige Gewitter mit mittelhohen Blitzraten, kleinem Hagel (< 1,0 cm), Platzregen (< 25 l/m² in 60 min) und starken Windböen (< 55 km/h).

Am Dienstag, dem 18. Juli, kommt die Hitze bis ins südliche Norddeutschland voran. Dort sind dann Höchstwerte zwischen 21 und 25 °C zu erwarten; weiter südlich ist dagegen schon mit heißen 25 bis 32 °C zu rechnen. Nur im äußersten Norden und im höheren Bergland bleibt es kühler. Aus Südwesten strömt dabei allerdings zunehmend Feuchte Luft in die Bundesrepublik. In der Mitte und im Süden kann es aufgrund dessen bevorzugt im Bergland einige Gewitter geben, die kräftig sein können und wieder mit mittelhohen Blitzraten, kleinem Hagel (< 1,0 cm), Platzregen (< 25 l/m² in 60 min) und starken Windböen (< 55 km/h) einhergehen können. Auch einzelne Unwetter mit etwas markanteren Erscheinungen sind eng begrenzt nicht auszuschließen.

Die Tiefstwerte der Nacht zum Mittwoch bleiben verbreitet im milden oder warmen Bereich. So könnte es in einigen Tieflagen der Südwesthälfte zu einer Tropennacht (Tiefstwert nicht unter 20 °C) kommen. Tagsüber geht es dann wieder rapide rauf mit den Temperaturen. Dabei wird es wohl flächig – also auch in den nördlichsten Regionen und den etwas höher gelegenen Lagen – 25 bis 30 °C geben. Im Tiefland wird es dann vielerorts 30 bis 35 oder gar 36 °C heiß. Bundesweit ist die Luft aber dann auch reich an Energie. So entstehen zum späten Nachmittag und Abend hier und da erste Gewitter. Diese werden im Laufe des Abends häufiger und können der Westhälfte Deutschlands in der Nacht zum Donnerstag Unwetter bringen. Dabei sind hohe Blitzraten, Hagel (< 1,5 cm), Platzregen (< 30 l/m² in 60 min) und Sturmböen (< 80 km/h) denkbar. Ob es dann auch schwere Unwetter geben kann, ist noch nicht sicher.

Der Donnerstag  (20. Juli) bringt wohl bundesweit Schauer und Gewitter. Dabei kann es lokal weiterhin unwetterartige Entwicklungen mit hohen Blitzraten, Hagel (< 2,0 cm), Platzregen (< 30 l/m² in 60 min) und Sturmböen (< 80 km/h) geben. Auch hier ist noch nicht sicher, in wie weit es auch zu schweren Unwettern mit noch markanteren Erscheinungen kommen kann.

Der weitere Verlauf ist dann allgemein recht unsicher, da nicht klar ist, wie lange sich die Gewittertiefs zusammen mit der schwülen Luft über Deutschland aufhalten und für unwetterartige Gewitter sorgen. Neben der Variante, dass sich das Wetter beruhigt, steht auch noch eine Option mit heftigen Gewittern und flächigerem Starkregen auf dem Plan.