Fakten zu Orkantief „Burglind“

02.01.2018 – 15:03 MEZ

Seit einigen Tagen ist von einem Orkantief am 03. Januar 2018 die Rede. Heute lässt sich die Zugbahn und Intensität, sowie sämtliche Erscheinungen recht genau vorhersagen. Orkantief "Burglind" wird von der Nacht zum Mittwoch bis Mittwochabend verbreitet Sturmböen bringen; Unwettergefahr besteht in großen Teilen der Südwesthälfte.

Wind / Sturm / Orkan

Die Bundesrepublik wird bis Mittwochabend in Sachen Wind sehr viel erleben. Im ganzen Land muss mit Böen zwischen 50 und 75 km/h gerechnet werden. Das Hauptwindfeld zeiht allerdings über den Westen, die Mitte und den Süden Deutschlands. Dort kann es schwere Sturmböen um 90 km/h bis in tiefe Lagen geben; im Bergland drohen Orkanböen um 120 km/h. Am gefährlichsten wird die Lage mit der markanten Kaltfront des Tiefs. An ihr frischt der Wind noch weiter auf, sodass selbst im Tiefland Unwettergefahr durch orkanartige Böen um 110 km/h besteht. In einzelnen Fällen können die Böen sogar um oder knapp über 120 km/h betragen.

In den Bergen von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg, Hessen und Bayern besteht oberhalb 300 bis 400 m mit der Front durchweg Unwettergefahr durch Orkanböen von mehr als 120 km/h. Teils sind hier schwere Orkanböen bis um 140 km/h denkbar. In Lagen ab 600 bis 700 m ist dann verbreitet mit schweren Orkanböen von 140 km/h und mehr zu rechnen.

Die freien Gipfellagen könnten somit Spitzenböen von 150 bis 175 km/h abbekommen; auch noch höhere Geschwindigkeiten sind zumindest kurzzeitig im Bereich des Möglichen. Im Laufe des Mittwochs frischt auch an der Nordseeküste der Wind stürmisch auf. Hier besteht ebenfalls teils Unwettergefahr durch orkanartige Böen.

Starkregen

Das Frontensystem von "Burglind" birgt auch einiges an Niederschlag. So sind verbreitet bis zu 25 l/m² Niederschlag innerhalb 6 Stunden möglich. Im Bergland besteht teils Unwettergefahr durch Niederschlagsmengen von mehr als 30 l/m² innerhalb 6 Stunden. Aufgrund dessen ist mit einem rasanten Anstieg der Pegel zu rechnen. Hochwassergefahr besteht vor allem im Tiefland und in Talauen. Hinter der Kaltfront kommt es am Mittag und Nachmittag zu Regenschauern.

Gewitter

Mit der Kaltfront kommt es häufig zu kräftigen Schauern und Gewittern. Besonders in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg, Hessen und Bayern ist mit einer linienartigen Anordnung der Gewitter zu rechnen. Hier kann es auch Platzregen und kleinen Hagel geben.