Friederike hinterlässt Spuren

18.01.2018 – 19:51 MEZ

Das Orkantief "Friederike" hat Deutschland überquert und dabei teils deutliche Spuren hinterlassen. Das Tief brachte am Donnerstag verbreitet Sturmböen; nur im Nordosten war es bei Schneefällen ruhiger. Der Schwerpunkt lag mit verbreitet schweren Sturm- und orkanartigen Böen über der Mitte und dem südlichen Norden Deutschlands.

Aufgrund der heftigen Böen durch das Orkantief "Friederike" wurden viele Dächer leicht, einige aber auch stark beschädigt. 

Teilweise konnten auch die Bäume den massiven Winden nicht mehr standhalten, sodass sie umfielen oder abbrachen. Flächig lagen große Äste auf den Straßen.

Große Probleme gab es im öffentlichen Verkehr. Bereits am Vormittag stellte die Deutsche Bahn den Betrieb in Nordrhein-Westfalen ein; weiter östlich kam es immerhin schon zu Verspätungen.

Als das Windfeld am Nachmittag auch östliche Landesteile erreichte, stellte die Deutsche Bahn den Fernverkehr bundesweit ein. Auch viele andere Transportunternehmen mussten die Züge und Busse stehen lassen.

Im hessischen Vogelsbergkreis kippte bei Kirtorf/Gleimenhain ein zwischen 160 und 180 m hoher Baukran um. Dabei wurden auch Bauteile für ein Windrad beschädigt. Ob dabei schwere Orkanböen von mehr als 130 km/h mit im Spiel gewesen sind, muss noch überprüft werden.

Viele Straßen mussten gesperrt werden, darunter auch Autobahnen wie die A4 bei Bad Hersfeld.

Bei Bad Salzungen wurde ein Feuerwehrmann bei Rettungsarbeiten von einem Baum erschlagen; ein weiterer wurde schwer verletzt.

In vielen Regionen kam es zu Stromausfällen, wie zum Beispiel in einigen Landkreisen Brandenburgs.

Ihr habt noch Bilder oder Videos? Dann schickt sie uns doch unter media@unwetter24.net!

Die Warnkarte mit allen Warnungen in Hinsicht auf Sturm/Orkan am 18. Januar 2018