Gefährliche Lage am Donnerstag?

13.01.2018 – 19:21 MEZ

Die deutlich kältere Luft bringt weiten Teilen Deutschlands am Dienstag und Mittwoch Schnee- und Graupelschauer, sowie einzelne Gewitter. Am Donnerstag könnte es mit einem Orkantief richtig turbulent werden.

Nach dem Kaltlufteinbruch in der Nacht zum Dienstag steht am Donnerstag bereits die nächste interessante Lage an. Ein kleines Orkantief zieht über den Nordostteil Frankreichs und/oder die BeNeLux-Staaten und erreicht danach Deutschland. Dabei ist noch recht unsicher, welche Zugbahn das Tief einnimmt. Ebenfalls nicht sicher ist die Intensität das Tiefdruckgebiets.

Einige Berechnungen zeigen das Windfeld über der Mitte und im Süden Deutschlands, andere über der gesamten Bundesrepublik. Auch in Sachen Stärke sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Wettermodellen noch relativ groß. Eine Variante wäre ein für diese Zeit ganz normaler Sturm mit stürmischen Böen oder einzelnen Sturmböen in tiefen Lagen und schweren Sturm- oder einzelnen orkanartigen Böen im Bergland. Allerdings ist auch das Potential für eine Orkanlage gegeben. In diesem Fall würde es teils zu orkanartigen Böen von mehr als 100 km/h bis ins Tiefland kommen; im Bergland gäbe es schwere Orkanböen von mehr als 130 km/h.

Etwas sicherer ist dagegen schon die Sache mit dem Schnee, der mit dem Frontensystem des Tiefs verbreitet fällt; denn hierbei sind die einzelnen Fronten wohl so groß, dass ein Großteil der Bundesrepublik von ihnen erfasst wird, egal welche Zugbahn das Tief einnimmt.

Mit der Warmfront sind aufgrund dessen in der vorgelagerten Kaltluft, die uns dann bereits in der Nacht zum Dienstag erreicht hat, kräftige Schneefälle bis in tiefe Lagen möglich. Dabei kann es durchaus bis zu 10 cm Neuschnee innerhalb 12 Stunden geben. Im Bergland sind mit bis um 20 cm Neuschnee in 12 Stunden sogar Unwetter denkbar. Da es sich aber um eine Warmfront handelt, steigen die Temperaturen zum Donnerstagmittag an; mit ihnen auch die Schneefallgrenze. Diese liegt dann geschätzt bei ca. 400 m; was sich allerdings auch noch verschieben kann, da es hier wieder auf die Lage des Tiefdruckgebietes ankommt. Bei weiteren Schneefällen wären aber massive Schneeverwehungen ein großes Thema.

Doch im Laufe des Nachmittags verdrängt eine Kaltfront die mildere Luft mit recht hoher Wahrscheinlichkeit wieder. Dabei kann es bis in tiefe Lagen kräftig und schauerartig schneien.

Der weitere Verlauf sieht für Schneeliebhaber sehr gut aus. Rückseitig des Tiefs fließt nämlich wahrscheinlich noch kältere Luft nach Mitteleuropa. Somit könnte die Schneefallgrenze weiterhin im Tiefland liegen; auch tagsüber. Auch Schneefälle sind dabei möglich. Im Bergland fällt aber grundsätzlich mehr Schnee, als in tieferen Lagen. Wintersportler dürfen sich also auf verbreitet geöffnete Pisten und Loipen freuen.

Schnee im Gebirge: Im Bergland wird es wohl ab ca. 400 m durchweg weiß sein

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