In diesen Regionen schneit es bald heftig!

06.12.2017 – 19:29 MEZ

Dass der Winter nun für längere Zeit zurückkommt, ist mittlerweile bekannt. Doch wann gibt es wo noch in dieser Woche teils kräftige Schneefälle? Besteht regional sogar Unwettergefahr?

Das Tiefdruckgebiet "Walter" leitet am Donnerstagabend (07. Dezember) den Wintereinbruch ein. Dabei fällt die Schneefallgrenze bis Freitagmorgen von 700 m auf 300 m. Somit können bis dahin ab 600 bis 700 m bereits 5 bis 10 cm Neuschnee zusammenkommen.

Im Laufe des Freitags (08. Dezember) sinkt die Schneefallgrenze immer weiter. Dabei kann sie teilweise schon unter 200 m liegen. Aus Nordwesten folgen zahlreiche Schauer, die ab dieser Höhe flächig als Schnee fallen. In allen Höhenlagen gibt es zudem Graupelschauer und durchaus auch einzelne Gewitter, die kräftig sein können. Die meisten Schauer gibt es höchstwahrscheinlich südwestlich einer Linie Fehmarn/Vogtland. Sehr wahrscheinlich verclustern einige Schauer zu einem etwas größeren Niederschlagsgebiet, was am Freitagmittag etwa vom Westerwald bis zum Harz reicht. Herbei ist mit schauerartigen Starkschneefällen zu rechnen, die oberhalb 300 m bis zu 10 cm Neuschnee innerhalb 6 Stunden bringen können. Ab einer Höhe von 600 bis 700 m kann es bevorzugt in Staulagen auch für bis zu 15 cm reichen. Das Niederschlagsgebiet zieht voraussichtlich im Laufe des Nachmittags Richtung Südosten und erreicht wohl zum späten Nachmittag hin einen Streifen Odenwald/Fläming. Hier sind ebenfalls die oben genannten Neuschneemengen denkbar. Das Niederschlagsgebiet ist in der Grafik dargestellt.

Am Samstag geht der ganze Spaß mit dem Schnee weiter. Bereits in der Nacht zum Samstag kommen aus Nordwesten neue Schneefälle auf. Vielen davon fallen als Schauer. Allerdings ist auch hier wieder die Bildung eines Clusters möglich, der für einige Regionen schauerartige Schneefälle im Gepäck hat. Nach jetzigem Stand würde es besonders die Osthälfte von Nordrhein-Westfalen, Hessen, die Westhälfte von Thüringen und den Nordwesten Bayerns treffen. Hier würde es wohl oberhalb 300 m vielerorts für mehr als 10 cm Neuschnee innerhalb 6 Stunden reichen. Auch in tieferen Lagen würden 5 bis 10 cm zusammenkommen. Im weitern Tagesverlauf kommen aus Nordwesten immer wieder Schnee- und Graupelschauer auf; vereinzelt sind auch wieder Gewitter möglich.

Am Sonntag könnte eine Warmfront den meisten Regionen der Südwesthälfte Deutschlands starke Dauerschneefälle bringen. Wahrscheinlich liegen die Neuschneemengen hierbei häufig zwischen 15 und 25 cm innerhalb 24 Stunden. Für das Bergland würde dies Unwettergefahr bedeuten. Hier könnten die Neuschneemengen unter Umständen bei 40 cm oder gar mehr liegen. Allerdings gibt es unter den Wettermodellen noch ein paar wenige Differenzen, was die Intensität und Zugbahn der Warmfront angeht. Eine konkrete Prognose ist daher noch nicht möglich.